Schloßküche
Die Schloßküche steht im Neuen Garten von Potsdam und zeigt sich als historische Tempelruine. Ihre korinthischen Säulen erinnern an einen römischen Tempel. Carl Gotthard Langhans entwarf den Bau zwischen 1788 und 1790 mit bewusst antikisierender Wirkung. Die ungewöhnliche Fassade verbindet Parklandschaft, Architektur und den Anschein eines erhaltenen antiken Ortes.
Ursprünglich diente das Gebäude als Küche des nahegelegenen Marmorpalais, der bevorzugten Residenz Friedrich Wilhelms II. Ein unterirdischer Tunnel führte die Mahlzeiten direkt in die Speisebereiche des Palastes. Die abseits gelegene Küche hielt Feuer und Kochgerüche von den Wohnräumen fern, wie es im 18. Jahrhundert üblich war. Eine umfassende Restaurierung endete Ende 2013 und bewahrte die Verbindung von höfischem Alltag und ungewöhnlicher Baugestalt. Betrachtet man die Säulen, wirkt die ehemalige Versorgungseinrichtung wie ein bewusst inszeniertes antikes Bauwerk.
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Foto: User:OursanaPublic domain 
Foto: Steffen PrößdorfCC BY-SA 4.0
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