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Untere Gaisenbergbastion (Werk XXI)

Die Untere Gaisenbergbastion (Werk XXI) steht in Ulm und gehört zur östlichen Befestigung der Bundesfestung Ulm. Sie schützte einst die östliche Flanke des Michelsbergs. Zwischen 1843 und 1858 entstand unter Hauptmann Vogt eine geschlossene Bastion mit vierseitiger Mauer und trockenem Graben. Eine Mörserbatterie ergänzte die geschlossene militärische Verteidigungsanlage.

Ihre Konstruktion umfasste außerdem eine Bonnet-Kasematte, eine doppelte Kaponniere am rechten Flügel und eine große Verteidigungskaserne in der Kehle. 1880 erhielt die Bonnet-Batterie eine schützende Erdüberdeckung. 1896 wurde das Reduit erhöht, während später große Teile dem Campus der Universität Ulm weichen mussten. Die vordere Eskarpe und die Bonnet-Kasematte sind erhalten. Eskarpe und Glacis prägten dabei die Verteidigungsfunktion.

Heute nutzt ein Studentencafé die Kaponniere, während ein Kulturverein dort Live-Musik in historischem Raum anbietet. Ein Gemeinschaftszentrum nutzt heute den rechten Flügel. Der übrige Bereich gehört zum Campus und verbindet erhaltene Militärarchitektur mit studentischem und kulturellem Alltag. Auffällig bleibt die Erdüberdeckung der Bonnet-Batterie aus dem Jahr 1880.

Stadt
Ulm
Aktualisiert

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