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St. Gereon

St. Gereon steht in Köln und gehört zu den zwölf großen romanischen Kirchen der Stadt. Sein Kern bewahrt einen ovalen römischen Zentralbau aus der Zeit zwischen 350 und 365. Darüber erhebt sich heute eine zehneckige Struktur mit einer 34,5 Meter hohen Kuppel und acht apsisförmigen Nischen.

Um 800 ergänzte Erzbischof Hildebold einen rechteckigen Chor, bevor Arnold II. von Wied im 12. Jahrhundert Chorgalerie, Apsis und Querarme erweiterte. Zwischen 1219 und 1227 umschloss man den antiken Bau mit dem Zehneck und vollendete die gotische Kuppel. Im Inneren zeigen Galerien, Lanzettfenster und bis zu 16,5 Meter erhaltene römische Mauern die Baugeschichte unmittelbar. Ein kleiner Abschnitt des antiken Mosaikbodens liegt noch in einer Apsis und bewahrt farbige Tesserae.

Die Krypta enthält einen Sarkophag mit Reliquien des heiligen Gereon, während eine Granitsäule nahe dem Eingang als Blutssäule bekannt ist. Der Überlieferung nach erinnert sie an den Ort, an dem Gereon und seine Gefährten den Märtyrertod erlitten. Die heutigen Fenster entstanden zwischen 1979 und 1986 durch Georg Meistermann und Wilhelm Buschulte. Besonders einprägsam bleibt der Blick vom Zentrum hinauf zur Kuppel, wo Licht durch die schmalen Fenster über den Apsiden fällt.

By
Cologne
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