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Griesbadbrunnen am Zundeltor

Der Griesbadbrunnen am Zundeltor verbindet Ulmer Stadtgeschichte mit lokalen Bräuchen und sichtbaren Spuren der früheren Wasserversorgung. Sein Name erinnert an das frühere Griesbad in Ulm. Der Griesbad-Michel war der Hausdiener des alten Griesbad-Badhauses und wird mit Eimer, Laterne und Regenschirm dargestellt. Bei Regen sammelte er Regenwürmer für die Angler. Später wurde er zu einer Figur des traditionellen Ulmer Fischerstechens. Das Gebiet am Zundeltor gehörte zur alten Ulmer Stadtbefestigung. Das Zundeltor selbst war ein Stadttor der historischen Befestigungsanlage. In der Nähe steht der etwa zwanzig Meter hohe Seelturm, der auch Zundelturm heißt. Im Jahr 1638 wurde der Seelturm zum Wasserturm umgebaut. Das alte Brunnenhaus gehörte zur Wasserversorgung des Seelhauses und beherbergt heute das Ulmer Wassermuseum. Das Gebäude zählt zu vier ehemaligen Wasserwerken in Ulm. Die Namen Seelengraben und Seelturm gehen auf das Seelhaus zurück. Dort kümmerten sich Nonnen um arme, kranke und hilfsbedürftige Menschen. Das restaurierte historische Viertel heißt Auf dem Kreuz. Viele Häuser dort entstanden bereits vor 1700. Die restaurierten Straßen zeigen, wie Ulm seine Geschichte mit Brunnen, Türmen, Wassertechnik und Brauchtum bewahrt. Griesbadbrunnen am Zundeltor steht damit für einen Ort, an dem Alltag, Stadtverteidigung und Fischerstechen zusammenfinden.

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Ulm
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