Burgruine Hohenrechberg
Die Burgruine Hohenrechberg erhebt sich als mittelalterliche Festung über der Landschaft. Burgtor, Wehrgang und Wehrturm bestimmen ihr erhaltenes Profil.
Die großen Steine besitzen außen geglättete, innen unregelmäßige Oberflächen und prägen den Staufercharakter. Der Burggraben lässt die Mauern höher wirken. Die Anlage entstand in der Stauferzeit als Stammsitz der Herren von Rechberg und als Teil eines Schutznetzes. Die Herren von Rechberg gehörten zum Kreis der staufischen Dienstadligen.
Mehrere Konflikte überstand die Burg, bevor französische Truppen sie eroberten und verwüsteten. Ein späterer Blitz setzte den Westbau in Brand. Die Festung wurde danach nicht wieder aufgebaut, doch ihre Mauern bewahren den Aufbau der mittelalterlichen Anlage. Im Torhaus befanden sich einst die Gefängniszellen der Burg.
Ein halbrunder Turm an der Südseite zeigt Öffnungen für die senkrechte Verteidigung gegen Angreifer. Der Ostbau trägt ein Dach und beherbergt ein kleines Museum. Der Innenhof bietet außerdem Raum für Veranstaltungen und Trauungen. Oberhalb der Ruine steht eine barocke Wallfahrtskirche mit einer Marienverehrung aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Beide Bauwerke verbinden Schutz und Gebet auf demselben Gipfel.
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