Burgruine Hohenrechberg
Die Burgruine Hohenrechberg erhebt sich als mittelalterliche Festung über der Landschaft und war der Stammsitz der Herren von Rechberg. Burgtor, Wehrgang und Wehrturm bestimmen noch ihre Silhouette.
Die großen Buckelquader zeigen außen geglättete, innen unregelmäßige Flächen und verleihen den Mauern ihren charakteristischen stauferzeitlichen Ausdruck. Ein tiefer Burggraben verstärkt den Eindruck hoher Mauern. Im Torhaus lagen früher Gefängniszellen, während eine Brücke zur Kernburg und ein halbrunder Südturm den Zugang sicherten. Öffnungen im Turm dienten der senkrechten Verteidigung.
Die Anlage überstand den Bauernkrieg und mehrere weitere Konflikte, bevor französische Truppen sie im letzten Jahr des Dreißigjährigen Krieges verwüsteten. Ein Blitzschlag setzte den Westbau später in Brand. Die Burg wurde danach nicht wiederaufgebaut, sodass die erhaltenen Mauern den Aufbau einer mittelalterlichen Schutzburg nachvollziehbar machen. Der Ostbau trägt ein Dach und beherbergt ein kleines Museum.
Der Innenhof verbindet die Geschichte der Verteidigung mit Veranstaltungen und Trauungen in der erhaltenen Ruine. Oberhalb steht eine barocke Wallfahrtskirche. Die Kirche bewahrt ein Gnadenbild der Jungfrau Maria, und ihre Wallfahrtstradition reicht bis ins fünfzehnte Jahrhundert zurück. Zusammen zeigen Burg und Kirche zwei Funktionen desselben Gipfels: Schutz und Gebet.
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- Schwäbisch Gmünd
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