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St. Bonifatius

St. Bonifatius steht in Leipzig und verbindet katholische Sakralarchitektur mit dem Art-Déco der Jahre 1929 und 1930. Die geschützte Pfarrkirche erinnert an 1.500 katholische deutsche Kaufleute, die im Ersten Weltkrieg starben. Theo Burlage entwarf den Bau nach einem Wettbewerb von 1928 für den Katholischen Kaufmännischen Verein. Seit 2019 dient sie der Pfarrei St. Bonifatius Leipzig-Süd im Süden der Stadt.

Eine Rotunde mit 23 Metern Durchmesser und zwölf Metern Höhe bildet das Zentrum unter einem flachen Metallkegeldach. Ein vier Meter breiter Ringbau nimmt Sakristei, Taufkapelle, Marienkapelle und Bonifatiuskapelle auf. Der integrierte Glockenturm ragt 27,5 Meter empor und trägt eine Wetterfahne in Gestalt eines Hahns. Heller Münchner Rauputz und Klinker rahmen die drei Rundbogentüren sowie die großen runden Buntglasfenster.

Im Inneren leuchten blaue Wände unter einer vergoldeten Flachkuppel, während geschwungene Bänke zum Altar weisen. Terrakottafiguren zeigen biblische Gestalten, Märtyrer und Heilige auf vier quadratischen Pfeilern. Im Turmraum steht der Tabernakel vor einem 22 Meter hohen Fenster mit einem betrauerten Soldaten, Engeln, sechs Heiligen und Maria. Die Orgel besitzt 21 Register auf zwei Manualen und Pedal, und über der Empore erscheint Bonifatius in roten und gelben Glasfarben.

Stadt
Leipzig
Aktualisiert

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