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Neue Mühle

Die Neue Mühle steht an der Schlösserbrücke in Erfurt, direkt an einem Nebenfluss der Gera. Dort zeigt ein technisches Museum, wie Wasserkraft einst Getreide mahlte und städtische Arbeit antrieb. Eine unterschlächtige Zuppinger-Wasserrad treibt die historische Mühle an. Von den sechzig Mühlen, die früher in Erfurt bestanden, ist sie die letzte funktionierende.

Die Geschichte reicht bis ins dreizehnte Jahrhundert zurück und umfasst auch die Bezeichnungen Hirschmühle und Martinsmühle. Nach einem Brand entstand das Gebäude neu und erhielt seinen heutigen Namen. Ein Becherwerkaufzug führt den Materialfluss über alle Etagen sichtbar vor Augen. Mahlwerk, Walzenstühle, Plansichter und ein Mühlenbremsaufzug machen die einzelnen Schritte der Verarbeitung nachvollziehbar. Heinrich Gruhn bewahrte als letzter Müller die ursprüngliche Technik und ihre Funktionsfähigkeit. 1895 kam ein Zuppinger-Wasserrad hinzu, später folgten ein Gasmotor und 1919 ein Drehstrommotor. Nach Schäden im Zweiten Weltkrieg lief der Betrieb bis zum Verkauf an die Stadt 1982 weiter. 1992 öffnete die Mühle als Teil des Stadtmuseums Erfurt, seit 1996 erzeugt sie zusätzlich Strom.

Stadt
Erfurt
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