Zum Csikós
Zum Csikós war eine ungarische Taverne in der Düsseldorfer Altstadt an der Andreasstraße. Der geschlossene Treffpunkt gehört zur Kulturgeschichte Düsseldorfs. Otto und Trude Schuster gründeten das Lokal im Winter 1950. Die Adresse lag in einem barocken Gebäudeensemble der Düsseldorfer Altstadt. Zuvor befand sich dort die Creudersche Apotheke. Ungarische Küche, böhmisches Bier und Live-Musik machten das Lokal zu einem kulturellen Treffpunkt. Die feurige Gulaschsuppe blieb vielen Gästen im Gedächtnis. Auch Jazz erklang dort, unter anderem mit Horst Geldmacher. Günter Grass spielte während seiner Kunstakademiezeit Waschbrett, arbeitete als Türsteher und fand hier Stoff für Die Blechtrommel. Der junge Schriftsteller sammelte dort Eindrücke für seinen späteren Roman. Künstler, Architekten und Theaterleute trafen sich im Lokal und erhielten ihre Mahlzeiten zum halben Preis. Ein Gemälde zeigt Stammgäste dieses Düsseldorfer Lokals. Otto Schuster, Ewald Mataré und Otto Coester gehören zu den dargestellten Personen. Zum Csikós verbindet Gastronomie mit Düsseldorfer Kunstgeschichte. Der Ort erinnert an eine Altstadt, in der ungarische Küche, Jazz und bildende Kunst zusammenkamen. Seine Geschichte als Lokal endete mit der späteren Schließung. Die Erinnerung an Zum Csikós bleibt mit diesem Treffpunkt verbunden.
- Stadt
- Düsseldorf
- Aktualisiert

Foto: Kürschner (talk) 17:08, 10 March 2015 (UTC)Public domain
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