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St. Michael

St. Michael steht in Passau am Nordufer des Inns, kurz vor dessen Mündung in die Donau. Die Jesuitenkirche entstand zwischen 1665 und 1678 nach einem Stadtbrand. Ihre bewusst schlichte Fassade folgt italienischen Vorbildern und sollte dem Passauer Dom keine Konkurrenz machen.

Im Inneren verbinden sich barocke und frührokokoke Elemente mit weißen Wänden, Pilastern und einem Tonnengewölbe. Giovanni Battista Carlone und seine Werkstatt schufen große Teile der Stuckausstattung. Schwarze und goldene Seitenaltäre von 1678 rahmen den Raum, während der Hochaltar ein Gemälde des gefallenen Engels von 1714 zeigt. An der Südwand erinnert eine Kapelle von 1725 an den heiligen Franz Xaver. Kanzel und Orgelgehäuse stammen aus dem Jahr 1715.

Das angrenzende Jesuitenkolleg diente als Priesterseminar, Schule und Kunstakademie und beherbergt heute Bildungseinrichtungen. Die frühere Kollegsbibliothek bewahrt etwa 360.000 Bücher, 320 Handschriften und die Vornbacher Bibel von 1421. Besonders eindrucksvoll wirken die großen Engelsfiguren von Diego Francesco Carlone zwischen Stuck und Altären.

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Passau
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