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Wasserwerk Zell

Wasserwerk Zell liegt in Zell am Main nahe dem Kloster Oberzell und dem Main, eingebettet in eine geschützte Trinkwasserlandschaft. Das eingeschossige Gebäude trägt ein Satteldach und auffällige Steinmetzarbeiten. Ein medaillonartiger Dachschmuck von 1899 verweist auf die Bauzeit zwischen 1899 und 1902.

Seit 1900 versorgt die Anlage Zell am Main und Würzburg mit Trinkwasser aus Tiefbrunnen und drei Quellstollen. Die Norbertus-Stollen erschließen mehr als 150 Quellen. Ihr Wasser fließt durch Schwerkraft in einen Saugbehälter, wird desinfiziert, durch vier Aktivkohlefilter geleitet und ins Versorgungsnetz gepumpt. Messgeräte überwachen dabei fortlaufend Trübung, organische Stoffe, elektrische Leitfähigkeit und den pH-Wert. Phosphat und Silikat stabilisieren die Wasserhärte und schützen Leitungen vor Korrosion.

1978 wurde das erste offizielle Wasserschutzgebiet nach jahrelanger Forschung ausgewiesen und später ökologisch weiterentwickelt. Das rund acht Quadratkilometer große Schutzgebiet beidseits der Hettstadter Steige bewahrt die Qualität des Grundwassers. Aus intensivem Ackerland entstand extensives Grünland mit seltenem Kalkmagerrasen. Dort wachsen 42 Pflanzenarten der Bayerischen Roten Liste.

Stadt
Zell am Main
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