Monumento a La Raza
Das Monumento a La Raza steht in Sevilla am nördlichen Turm der Plaza de España, direkt am Eingang zum María-Luisa-Park. Die schlichte Marmorstèle trägt zwei Tafeln und wirkt zwischen Gärten, Monumenten und historischer Architektur zurückhaltend.
Santiago Martínez entwarf das Denkmal für die Iberoamerikanische Ausstellung von 1929, nachdem Luis Rodríguez Caso zunächst eine hundert Meter hohe Betonsäule geplant hatte. Die Einweihung erfolgte am 12. Oktober 1929, dem Día de la Hispanidad. Auf der Nordseite stehen in Bronze die Anfangszeilen von Rubén Daríos Gedicht „Salutación del optimista“. Der nicaraguanische Dichter begrüßt darin die hispanische Welt und beschwört gemeinsame kulturelle Verbindungen. Die Südseite erinnert mit einer Widmung an Darío und die Ausstellung von 1929. Der Begriff „la raza“ verweist hier auf eine historische Vorstellung gemeinsamer spanischer und amerikanischer Herkunft, nicht auf biologische Abstammung.
Eine Restaurierung durch Sevillas Stadtplanung bewahrte die Inschriften 2018 für den öffentlichen Raum. Besonders auffällig bleibt der Gegensatz zwischen der kleinen rechteckigen Stele und ihrer weitreichenden Botschaft.
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