Casa Quemá
Casa Quemá steht im Sevillaner Stadtteil Triana, zwischen historischen Kirchen, alten Fabriken und gemeinschaftlichen Wohnhöfen. Das Haus verbindet Architektur mit den Erinnerungen eines Viertels, das für Keramik, maritime Geschichte und lebendige Nachbarschaften bekannt ist.
Tomás de Torquemada, Dominikanermönch und Großinquisitor der Spanischen Inquisition, soll hier gewohnt haben. Seine Verbindung zu öffentlichen Verbrennungen erklärt die düstere Bedeutung von „Quemá“, dem andalusischen Wort für verbrannt. Gleichzeitig bewahren ehemalige Bewohner Geschichten über verborgene Funde in den Wänden und gemeinsame Feste im Innenhof. Zum Fest der Santa Ana kamen Nachbarn dort zum Essen und Trinken zusammen.
Im Sommer erfüllte der Duft von nachtblühendem Jasmin den Patio und prägte die Erinnerung an diesen Ort. Ein lokaler Spruch lautet: „Ya que la casa se quema, calentémonos en ella“, also: Wenn das Haus schon brennt, wärmen wir uns wenigstens daran.
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