August Felten find' nen Groschen
August Felten find' nen Groschen steht als Bronzestatue auf dem Marienplatz im Zentrum Schwerins. Du siehst einen Straßenkehrer mit selbstgemachtem Besen und einer Münze in den Händen. Der rollstuhlgerechte Standort liegt auf einem zentralen Platz und verbindet öffentliche Stadtgeschichte mit Kunst. Die Figur fällt durch ihre direkte, arbeitende Haltung zwischen den Wegen des Platzes auf.
Bernd Streiter schuf die Bronzearbeit 2013 und erinnert damit an August Felten, der von 1858 bis 1931 lebte. Felten arbeitete als Straßenkehrer und Gelegenheitsarbeiter. Er galt als energisch, humorvoll und offen, wobei er Stadtbehörden und Oberschicht gern mit kühnen Bemerkungen herausforderte. Besen und Münze verbinden sein tägliches Handwerk mit seinem eigenwilligen Charakter.
Die Münze stammt aus der Zeit der Weimarer Republik und trägt den Spruch „sich regen bringt segen“. Gerade neben dem einfachen Besen erhält diese Botschaft eine ironische Note. Die Darstellung verweist zugleich auf gesellschaftliche Veränderungen nach der Wiedervereinigung und auf Menschen in fremd gewordenen Berufen. So bleibt auf dem Marienplatz ein Mann mit Besen und Münze als Bild für Schweriner Humor und Widerstandskraft zurück.
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