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Stumm-Kirche

Die Stumm-Kirche steht im Saarbrücker Stadtteil Brebach-Fechingen als ehemalige evangelische Kirche. Ferdinand Schorbach aus Hannover entwarf den Bau, der zwischen 1880 und 1882 entstand. Vierjochiger Saal, flache Holzdecke und Westturm prägen die neoromanische Anlage.

Carl Ferdinand von Stumm-Halberg ließ sie für seine Familie und die evangelischen Arbeiter der Halbergerhütte errichten. Ein eigener Nordeingang nahm die Familie auf, die von Schloss Halberg mit der Kutsche zum Gottesdienst kam. Die Fassade verbindet Pilaster und Arkaden mit sieben rundbogigen Fenstern in der halbrunden Apsis. Im Inneren hing einst ein Kreuz aus Zedernholz aus dem Garten Gethsemane.

Die Glocken gingen im Ersten Weltkrieg in die Kriegsverwendung, und von 1945 bis 1948 folgte eine Restaurierung. Nach der Gemeindefusion von Brebach und Fechingen 1970 wurde der Sakralbau 1972 entwidmet. Danach diente er als Schafstall und Lagerhalle, bevor Teilrestaurierungen Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre folgten. Die Architektur verbindet damit Industriegeschichte, evangelisches Gemeindeleben und landwirtschaftliche Nachnutzung.

Stadt
Saarbrücken
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