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Stumm-Kirche

Die Stumm-Kirche steht im Saarbrücker Stadtteil Brebach-Fechingen als ehemalige evangelische Kirche und geschütztes Baudenkmal. Ferdinand Schorbach aus Hannover entwarf sie als neoromanischen Bau für Familie Stumm und Beschäftigte der Halbergerhütte. Vier Joche, eine flache Holzdecke und ein Westturm prägen den rechteckigen Kirchenraum. Pilaster, Arkaden und sieben rundbogige Fenster in der halbrunden Apsis bestimmen die Fassade.

Carl Ferdinand von Stumm-Halberg ließ den Bau zwischen 1880 und 1882 errichten. Die Familie erreichte ihre Gottesdienste mit der Kutsche vom Schloss Halberg durch einen eigenen Nordeingang. Am 18. Juni 1882 weihte die evangelische Gemeinde das Gebäude ein. Ein Kreuz aus Zedernholz aus dem Garten Gethsemane gehörte einst zur religiösen Ausstattung. Nach dem Ersten Weltkrieg verschwanden die Glocken für den Kriegseinsatz, während eine Restaurierung von 1945 bis 1948 folgte. 1970 fusionierten die Gemeinden Brebach und Fechingen, 1972 endete die kirchliche Nutzung.

Philipp Huth übernahm das Gebäude und nutzte es als Schafstall und Lagerhalle. Teilrestaurierungen folgten Ende der neunziger und Anfang der zweitausender Jahre. Eine Musikschule oder ein Rundfunkzentrum blieb als spätere Nutzung jedoch unverwirklicht. Besonders anschaulich bleibt der separate Eingang, durch den die Stumm-Familie einst direkt in die Kirche gelangte.

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Saarbrücken
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