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Neue Synagoge

Die Neue Synagoge steht an einem historischen Ort, an dem jüdisches Leben in Bayern sichtbare Spuren hinterlassen hat. Ihr Vorgängerbau entstand 1912 mit ovalem Grundriss, stahlverstärkter Kuppel und zwei Türmen. Seine Gebetshalle verband jüdische Gemeinschaft und religiöse Praxis unter einer markanten Kuppel. Nationalsozialisten brannten das Gebäude in der Pogromnacht 1938 nieder, während das benachbarte Gemeindehaus erhalten blieb. Danach fehlte dem Ort jahrzehntelang eine eigene Synagoge.

2019 eröffnete an dieser Stelle ein neues Gemeindezentrum mit Synagoge, entworfen von Staab Architekten und geprägt von zeitgenössischer Architektur. Ein ruhiger Innenhof führt zum Eingang der Synagoge. Über der Tür schwebt ein goldfarbenes Schriftband mit Versen der Dichterin Rose Ausländer in ihrer Handschrift. Der innere Gebetsraum ist klar nach Osten ausgerichtet. Im Mittelpunkt steht die Bima, während eine eigene Frauenempore den Raum ergänzt. Die Neue Synagoge gehört zur Geschichte einer der ältesten jüdischen Gemeinden Bayerns und macht ihren Neuanfang am historischen Standort sichtbar. Architektur, Gedenken und gemeinschaftliches Gebet treffen hier aufeinander.

Stadt
Regensburg
Aktualisiert

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