Bildstock am Lohweg
Der Bildstock am Lohweg in Ochsenfurt ist ein Wegkreuz aus dem 18. Jahrhundert. Sein Sandstein verweist auf ein regional verbreitetes Material für solche religiösen Denkmäler. Ein Kruzifix steht auf einem breiten, massiven Sockel, darüber zeigt eine Skulptur die trauernde Jungfrau Maria. Diese Figur wird auch Mater Dolorosa, also Schmerzensmutter, genannt. Der Bildstock verbindet damit ein christliches Motiv mit der religiösen Tradition Bayerns und Frankens. Solche Bildstöcke stehen oft an Wegen, Kreuzungen oder Dorfrändern. Sie dienten Menschen als Orte zum Innehalten und Beten, zugleich konnten sie Reisenden als Orientierungspunkte dienen. Der breite Sockel gibt dem Bildstock Stabilität und Sichtbarkeit. Die Darstellung der trauernden Maria passt zu einem Motiv, das besonders in der Barockzeit häufig erscheint. In Ochsenfurt und Umgebung gehören solche Bildstöcke zur regionalen Landschaft. Ihre Formen reichen von einfachen Kreuzen bis zu aufwendigeren Anlagen mit vollplastischen Figuren und detaillierten Schnitzereien. Die Tradition dieser religiösen Zeichen reicht viele Jahrhunderte zurück und verbindet Glauben, Alltag und Wege.
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