St. Eustachius
St. Eustachius ist eine Kapelle in Mittenwald und gehört zur religiösen Landschaft des bayerischen Ortes. Sie ist dem heiligen Eustachius gewidmet, einer Gestalt der frühen christlichen Geschichte.
Der Überlieferung nach hieß Eustachius ursprünglich Placidus und diente unter Kaiser Trajan als römischer Befehlshaber. Bei einer Jagd erschien ihm zwischen dem Geweih eines Hirsches ein von Lichtstrahlen umgebenes Kruzifix. Die Vision führte Placidus zur Taufe und zur Annahme seines neuen Namens. Auch seine Frau und die übrige Familie ließen sich der Erzählung zufolge taufen. Um das Jahr 118 sollen Eustachius und seine Angehörigen unter Kaiser Hadrian das Martyrium erlitten haben. Die Geschichte erinnert an den heiligen Hubertus, dessen Hirsch jedoch gewöhnlich ein einfaches Kreuz zwischen dem Geweih trägt.
In Mittenwald bewahrt die Kapelle diese Erzählung als Teil einer jahrhundertealten christlichen Tradition. Besonders einprägsam bleibt der Hirsch mit dem Kruzifix zwischen seinen Geweihstangen.
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