Leipziger Platz
Leipziger Platz liegt in Erfurts östlicher Krämpfervorstadt und bildet ein gleichmäßig bebautes Dreieck mit etwa hundert Meter langen Seiten. In der Mitte liegen eine Grünfläche und ein Brunnen, während Baumalleen die angrenzenden Straßen begleiten. An den Ecken beginnen Leipziger Straße, Liebknechtstraße, Geschwister-Scholl-Straße, Thälmannstraße und Krämpferstraße, zusätzlich quert die Stauffenbergallee den südwestlichen Bereich.
Hier verlässt die historische Via Regia Erfurt in Richtung Leipzig und trifft auf wichtige innerstädtische Verkehrsachsen. Die Leipziger Straße führt heute über Kerspleben nach Buttelstedt, die Geschwister-Scholl-Straße gehört zur Radroute Thüringer Städtekette. Gründerzeitliche Mietshäuser mit historistischen und Jugendstilfassaden prägen das Umfeld, ergänzt durch Geschäfte in den Erdgeschossen und die Medizinische Berufsschule am Nordwinkel. Die Straßenbahnlinie 4 verbindet Anger mit Ringelberg und hält mitten auf dem Platz.
Am 6. Dezember 1944 schlug eine britische Luftmine mit 1,8 Tonnen Gewicht in die Grünfläche ein und hinterließ dort einen tiefen Krater. 1971 trug der Platz offiziell den Namen Platz der Pariser Kommune, seit 1990 heißt er wieder Leipziger Platz. Im Jahr 2000 erhielt er im Zusammenhang mit dem Straßenbahnbau seine heutige Gestaltung.
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