Palau Moja
Der Palau Moja steht an der Carrer Portaferrissa in Barcelona und verbindet barocke Details mit französischem Neoklassizismus. Josep Mas i Dordal entwarf den Stadtpalast für Maria Lluïsa de Cartellà und Josep de Copons i Oms.
Der Bau begann in den 1770er Jahren nach dem Abriss eines Abschnitts der Stadtmauer, der Porta Ferrissa und benachbarter Häuser. 1789 war die Residenz vollendet, deren Hauptkörper zur Straße weist und deren Räume sich um einen zentralen Lichtschacht gruppieren. Ein quadratischer Salon über zwei Geschosse bildet das Zentrum, während Francesc Pla, genannt el Vigatà, dort 1791 historische und legendäre Szenen der Familie Cartellà malte. Eine kleine Kapelle und mehrere weitere Räume bewahren zusätzliche Wandmalereien, darunter Arbeiten von Pere Pau Muntanya.
Im 19. Jahrhundert kamen Außenbalkone hinzu, während ein Testament den Abriss oder eine grundlegende Veränderung des Gebäudes verhinderte. Jacint Verdaguer lebte hier etwa fünfzehn Jahre als Kaplan und Almosenier der Familie, König Alfons XII. übernachtete 1875 im Blauen Salon. Nach Büros, einer Besetzung durch die CNT und einem schweren Brand 1971 wurde der Palast in den frühen 1980er Jahren restauriert. Heute arbeiten hier die katalanischen Behörden für Kulturerbe, während der Erdgeschossbereich Ausstellungen beherbergt. Betrachtenswert bleibt besonders der doppelt hohe Salon mit den Gemälden von 1791.
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