Gemeenlandshuis
Das Gemeenlandshuis steht in Amsterdam am alten Seedeich und verbindet Architektur mit der Geschichte niederländischer Wasserverwaltung. Der Bau entstand 1727 als Versammlungsort und Betriebsbasis des örtlichen Wasseramts.
Cornelis van der Does entwarf den rechteckigen Bau mit Walmdach, Eckpilastern und Mittelrisaliten an Vorder- und Rückfassade. Vier Schornsteine prägen deutlich die Silhouette des Walmdachs.
Über dem Eingang erinnert ein lateinisches Chronogramm an den Schutz des Landes vor der Batavischen See. Die Fassade bewahrt außerdem einen Wappenstein aus dem Gasthaus Daer de Jaeger Uuythangt.
Die Innenräume zeigen Stuckdecken, originale Sprossenfenster und Regentenräume im Stil Ludwigs des Vierzehnten. Eine monumentale Treppe führt durch die repräsentativen Räume.
Christiaan Wittenbeeker schuf die Stuckarbeiten, während Pieter le Normant Treppe und Kamine gestaltete. Neptun erscheint an der Decke zwischen den vier Winden.
Ein Fliesentableau aus dem siebzehnten Jahrhundert zeigt die Seeschlacht bei Duins von 1639. Wasser umgibt das Haus, ein Garten liegt dahinter.
Stall und Kutschenhaus ergänzen den Eindruck eines Landguts. Nach der Restaurierung dient das Gemeenlandshuis als Museumshaus, Büro und Veranstaltungsort.
Die Nutzung bewahrt den Zusammenhang mit der früheren Arbeit des Wasseramts am Deich zwischen Amsterdam und Muiden. Das nationale Denkmal bewahrt viele Merkmale des achtzehnten Jahrhunderts.
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