Mahnmal für die ermordeten Juden Hannovers
Das Mahnmal für die ermordeten Juden Hannovers steht am Opernplatz, direkt neben dem Opernhaus im Zentrum Hannovers. Michelangelo Pistoletto entwarf die Gedenkstätte, die 1994 eingeweiht wurde.
Auf dem Stein stehen die Namen von 1.935 Opfern, ergänzt durch ihr Alter bei der Deportation oder ihr Geburtsjahr. Für unbekannte Schicksale erscheint das Wort „vermisst“. Die Inschriften erinnern an mehr als 6.800 jüdische Menschen aus Hannover, die während der nationalsozialistischen Verfolgung ermordet wurden. Hannovers jüdische Gemeinde reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, doch ab 1933 zerstörte die systematische Ausgrenzung ihr öffentliches und wirtschaftliches Leben. 1938 folgten die Zerstörung der neuen Synagoge und die Deportation hunderter Menschen in Konzentrationslager. Ab 1941 mussten jüdische Einwohner in „Judenhäuser“ ziehen, bevor Deportationen in Ghettos und Vernichtungslager im Osten begannen.
Jahre der Debatte und private Spenden ermöglichten die Errichtung fünfzig Jahre nach dem Ende des NS-Regimes. Nach einer Beschädigung 2012 ergänzte eine Informationstafel 2013 den historischen Zusammenhang. An diesem Ort begegnen dir Namen, Lebensalter und unbekannte Schicksale unmittelbar im Stein.
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