Zitadelle Petersberg
Die Zitadelle Petersberg erhebt sich auf dem Petersberg in Erfurt, mitten in Deutschland. Über zwei Kilometer steinerne Mauern umschließen das 36 Hektar große Festungsgelände. Barocke Bastionen, weite Innenflächen und unterirdische Gänge prägen das Bild dieses gut erhaltenen Stadtforts.
Der Ausbau begann 1665 unter Johann Philipp von Schönborn, dem Kurfürsten von Mainz. Zuvor stand hier ein Benediktinerkloster mit Teilen aus dem 12. Jahrhundert. Die Peterskirche, das älteste erhaltene Gebäude, erinnert noch heute an diese mittelalterliche Vorgeschichte. Zwischen 1707 und 1728 verstärkten Baumeister die Anlage, später prägten Napoleon, Preußen und weitere Herrschaften ihre militärische Entwicklung. Nach der deutschen Wiedervereinigung setzte eine umfassende Restaurierung ein.
Bei einem Rundgang führen die unterirdischen Wege durch ein verborgenes Stück Festungsgeschichte. Die Festungsbäckerei von 1832 ist restauriert und wieder in Betrieb. Besonders anschaulich bleibt der geheime Graben, der einst eine Verbindung zur Zitadelle Cyriaksburg herstellte.
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