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Schlachthoframpe

Die Schlachthoframpe in Wiesbaden erinnert zwischen Bahngleisen und Kulturpark an die Deportation jüdischer Einwohner im Holocaust. Eine erhaltene Gebäudewand trägt fotorealistische Graffiti von Yorkar7, die historische Szenen vom 1. September 1942 zeigen.

Eine Kastanienallee von Vollrad Kutscher führt zu den Bildern, während ihre Pflanzkübel als Sitze dienen. In die Kübel sind Textfragmente aus Abschiedsbriefen der Deportierten eingraviert, gestaltet in unterschiedlichen Graffiti-Stilen junger Wiesbadener Künstler. Eine Stele von Nicole Friedrich erläutert die Verfolgung jüdischer Menschen im Nationalsozialismus. Achtunddreißig Fotografien dokumentieren die Registrierung im jüdischen Gemeindezentrum und den Abtransport von etwa 370 Menschen nach Theresienstadt.

Die Graffiti bleiben sogar von vorbeifahrenden Zügen aus sichtbar. Die Gedenkstätte entstand 2010 an dem Ort, von dem aus der Großteil der jüdischen Gemeinde Wiesbadens deportiert wurde.

Stadt
Wiesbaden
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