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Russisch-Orthodoxe Kirche der heiligen Elisabeth

Die Russisch-Orthodoxe Kirche der heiligen Elisabeth steht in Wiesbaden auf dem Neroberg und prägt die Architektur des Ortes. Beige Sandstein prägt ihre quadratische Anlage mit einem nach Norden verlängerten Bogen. Herzog Adolf von Nassau ließ sie zum Andenken an seine verstorbene Ehefrau Elisabeth Michailowna errichten. Der Bau entstand Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Philipp Hoffmann verband russische Kirchenarchitektur mit einer Anlehnung an die Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau. Vergoldete Zwiebeltürme bestimmen die äußere Ansicht der Kirche. Die große Kuppel steht im Zentrum, während kleinere Kuppeln sie umgeben und orthodoxe Kreuze tragen. Im Inneren bewahrt die Kirche eine mehrstufige Ikonostase. Carl Timoleon von Neff schuf die Ikonostase, während August Hopfgarten die Fresken gestaltete. Unter dem Gebäude bewahrt eine Krypta die sterblichen Überreste der Großherzogin. Auch die sterblichen Überreste ihrer Tochter liegen dort. Daneben liegen ein russischer Friedhof und ein Pfarrhaus. Der angrenzende russische Friedhof ist der größte seiner Art in Europa außerhalb Russlands. Der Ort erinnert an die russisch-orthodoxe Gemeinde Wiesbadens. Zar Nikolaus II. und Kaiserin Alexandra Fjodorowna beteten hier während ihres Aufenthalts in Deutschland. Spätere Restaurierungen bewahrten im Inneren den Marmor und die Fresken der Kirche. Das Gebäude verbindet Architektur und russisch-orthodoxe Gemeindegeschichte in Wiesbaden.

Stadt
Wiesbaden
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