Zum Inhalt springen

Eberhardskirche

Die Eberhardskirche wurde zwischen 1910 und 1911 von Martin Elsaesser aus rotem Backstein errichtet. Ihr rotes Mauerwerk wirkt schlicht und zugleich markant. Elsaesser plante den Bau für die wachsende Südstadt und gab ihm die Form eines offenen Versammlungsraums. Der Entwurf verzichtet auf einen hohen Turm und traditionelle farbige Kirchenfenster. Im Inneren bestimmen hohe Fenster, klare Linien und ein weiter Raum die architektonische Wirkung. Altar, Kanzel und Taufstein standen ursprünglich in einer geraden Linie. Diese Anordnung machte die Gleichrangigkeit von Wort und Sakrament sichtbar.

Ein freistehender Glockenturm ergänzt den ursprünglichen Bau seit den sechziger Jahren. Farbige Betonglasfenster von Gisela Dreher-Richels prägen den Innenraum. Die Fenster bringen farbiges Licht in die Kirche. Die Eberhardskirche bewahrt außerdem ein großes Kreuzigungsbild von Käthe Schaller-Härlin vor der Chorwand. Die Steine am Eingang stehen für die Evangelien. Der Bau verbindet damit Backstein, Betonglas, Malerei und liturgische Ordnung zu einem erkennbaren architektonischen Konzept. Die Eberhardskirche dient heute als Gotteshaus und als Treffpunkt im Viertel. Der Zugang ist für Rollstühle geeignet und unterstützt die Nutzung des Gebäudes. Ihr klarer Raum verbindet religiöse Funktion mit gemeinschaftlichem Leben.

Stadt
Tübingen
Aktualisiert

Diese Seite aufs Handy holen

Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.

  • Laden im App Store
  • Jetzt bei Google Play

Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Tübingen. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.

Was ist myTuur?

myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.