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Robert-Bosch-Haus

Das Robert-Bosch-Haus steht in Stuttgart als eine der letzten großen Villen des späten Historismus. Der würfelförmige Bau entstand 1910 und 1911 nach Plänen von Jakob Früh und Carl Heim. Ein sanft geneigtes Walmdach, eine eingeschossige Veranda und Erker prägen das äußere Bild. Auf der Nordostseite ragt ein Belvedere-Turm über das Anwesen hinaus.

Grob behauener Sandstein bildet den hohen Sockel, während feinere Rustika das Hauptgeschoss auszeichnen. Unterschiedliche Fensterformen gliedern die Geschosse und verbinden repräsentative Gestaltung mit klaren konstruktiven Neuerungen. Stahlbeton in Decken und Treppen brachte moderne Bauprinzipien in die historistische Villa. Franz Boeres gestaltete plastische Arbeiten im Haus und Park, Bruno Paul den Speisesaal. Bis 1942 wohnte Robert Bosch hier, danach diente das Gebäude als amerikanisches Gästehaus und französisches Konsulat.

Seit 1986 arbeitet dort die Robert Bosch Stiftung in den Bereichen Gesundheit, Bildung und globale Fragen. Der von Peter Kluska angelegte Park vermittelt zwischen dem historischen Bau und dem Haus Heidehof. Dieses Konferenz- und Seminarzentrum entstand von 2002 bis 2004 nach einem Entwurf von Peter Kulka. Am Zugang von der Heidehofstraße erinnert ein 1934 umgestaltetes Portal mit dem Relief des Bosch-Zünders an die Geschichte des Hauses.

Stadt
Stuttgart
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