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Oswaldkirche

Die Oswaldkirche steht im Stuttgarter Stadtteil Weilimdorf und bildet mit Rathaus, Schulhaus und Pfarrhaus den historischen Ortskern. Sie gilt als ältestes Gebäude der Umgebung. Ihre heutige Gestalt geht auf eine Erweiterung von 1472 zurück, während der Ursprung in einer romanischen Kirche liegt. Seit der Reformation dient sie als evangelische Kirche und als Mutterkirche der evangelischen Gemeinden im Bezirk.

Im Chor zeigen drei Rötelzeichnungen vermutlich aus dem frühen 14. Jahrhundert Szenen der Passion Christi. Der Schlussstein des spätgotischen Sternrippengewölbes trägt den heiligen Oswald. Über dem Altar hängt ein spätgotisches Kruzifix von etwa 1500, ergänzt durch ein Sandsteinrelief der Beweinung Christi aus der Werkstatt Hans Seyffers oder seines Umfelds. Auf der Emporenbrüstung erzählen 27 Gemälde von Johann Sebastian König und Wolfgang Buchenau Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Der Zyklus entstand 1678.

Die Orgel begann 1761 und 1762 mit Johann Sigmund Haußdörffer und besitzt heute 24 Register. Buntglasfenster von Walther Kohler zeigen Geburt, Kreuzigung und Auferstehung Christi. Nach ihrer Zerstörung im Krieg rekonstruierte Wolf-Dieter Kohler die Fenster. Ein Taufbecken von Werner Bosdorf aus dem Jahr 1964 und ein Tauf- oder Pfingstfenster von Elmar Linder aus 1972 führen diese künstlerische Geschichte weiter.

Stadt
Stuttgart
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