Schottenkirche St. Jakob
In Deutschland steht die Schottenkirche St. Jakob mit schweren Steinmauern und klaren romanischen Formen. Das Schottenportal trägt zwölf ungewöhnliche Figuren über dem Eingang.
Um 1090 gründeten irische Wandermönche hier ein Kloster und prägten damit die frühe Geschichte des Ortes. Vor dem Jahr 1200 entstand dieser steinerne Zugang. Ursprünglich bedeckten Farben, Vergoldung und Edelsteine seine zwölf Figuren. Sie verkörpern Menschen, denen der Himmel verschlossen blieb, darunter Kuppler, Verbrecher und Tänzerinnen. Im Inneren zeigen die Kapitelle der Hauptstützen fantasievolle mittelalterliche Bildhauerkunst. Ein Relief zeigt den Mönch Rydan mit einem Schlüssel. Ob er als Baumeister oder Wächter diente, bleibt ungeklärt.
1515 übernahmen schottische Benediktiner die Gemeinschaft und führten ihre klösterliche Tradition über Jahrhunderte fort. Seit der Klosterauflösung 1862 nutzt das Priesterseminar die Räume. Ihre Gesichter und Körperhaltungen lassen mehrere Deutungen zu.
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