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Villa Stülpnagel

Die Villa Stülpnagel steht als Wohngebäude im Potsdamer Stadtteil Nauener Vorstadt und zeigt spätklassizistische Formen. Ernst Julitz ließ sie 1874 und 1875 für seine Frau Auguste errichten. Der Architekt entwarf zunächst einen eingeschossigen Bau auf erhöhtem Sockel mit flachem Walmdach und straßenseitiger Loggia. Ionische Säulen tragen dabei den dreieckigen Giebel der Loggia.

Nach mehreren Besitzerwechseln, darunter Berliner Kaufleute und ein Buchhändler, mietete Hauptmann Ferdinand Wolf von Stülpnagel das Haus. Im Jahr 1933 kaufte er das Gebäude. Estorff und Winkler ergänzten danach ein Halbgeschoss, das den Bau auf anderthalb Stockwerke erweiterte. Bis 1945 wohnte dort die Familie Stülpnagel. Nach der Potsdamer Konferenz beschlagnahmte die sowjetische Militäradministration das Gelände und nutzte den Bau als Kommandozentrale ihrer militärischen Gegenspionage. 1994 zogen russische Truppen ab, später folgten Rückerwerb und Restaurierung.

Eine breite Treppe führt von der Loggia in den Vorgarten, während Pilaster und Gesimse Fenster und Türen rahmen. Rosetten schmücken die südliche zweiflügelige Kassettentür am Eingang.

Stadt
Potsdam
Aktualisiert

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