Hiller-Brandtsche Häuser
Die Hiller-Brandtsche Häuser stehen an der Breiten Straße in Potsdam und bilden einen markanten Baukomplex. Ihre geschlossene Fassade verbindet zwei Wohnhäuser mit einer mittigen Kaserne und richtet den Blick auf eine repräsentative Straßenfront. Toskanische und korinthische Säulen gliedern die einheitliche Front. Darüber schmücken Pilaster, Reliefs und eine Balustrade mit Statuen das Ensemble und verweisen auf antike Mythologie sowie römische Gottheiten.
König Friedrich II. ließ die Häuser 1769 nach Plänen Georg Christian Ungers errichten. Unger orientierte sich an einem unausgeführten Whitehall-Entwurf von Inigo Jones, der seinerseits Palladios Renaissance aufgriff. Die Namen erinnern an den Kaufmann Hiller und den Schneider Brandt. Der französische Bildhauer Michel Gérin schuf die Skulpturen, während Christian Heinrich Ziller das Ensemble 1833 renovierte. In der DDR diente es als Galerie für sozialistische Kunst und später als Ausstellungsort des Potsdam Museums. Eine Restaurierung gab der Fassade ihre Farben des achtzehnten Jahrhunderts zurück und erneuerte Garten sowie historische Treppe. 2013 wandelte eine Baufirma die Gebäude in Wohnungen um. Gemeinsam mit dem Großen Waisenhaus gegenüber bilden sie ein städtebauliches Tor.
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