Alter Friedhof Klein-Glienicke
Der Alte Friedhof Klein-Glienicke liegt in Potsdam zwischen dem Babelsberger Park und den Gärten des Schlosses Glienicke. Friedrich II. stiftete das Gelände den Siedlern von Klein-Glienicke als Begräbnisstätte. Seine Geschichte verbindet die Entwicklung von Klein-Glienicke, die Villenkolonie Neubabelsberg und die wechselvolle deutsche Vergangenheit. Viele bedeutende Bewohner von Neubabelsberg fanden hier ihre letzte Ruhestätte.
Die Gräber von Friedrich Sarre, Karl Hermann Struve, Carl Saltzmann, Alois Riehl und Carl Stiller gehören zu den sichtbaren Zeugnissen. Der Friedhof lag nahe der Glienicker Brücke. Die Berliner Mauer durchtrennte das Gelände, während die politische Lage den öffentlichen Zugang versperrte. Diese Zeit brachte Vernachlässigung, bewahrte aber auch historische Grabmale. Nach dem Mauerfall rekonstruierten Verantwortliche die Backsteinumfriedung und restaurierten die schmiedeeisernen Zäune. Der Glockenturm erhielt eine neue Schilfabdeckung und eine Replikglocke. Die Anlage gehört zum UNESCO-Welterbe und bewahrt Spuren von Erinnerung, Teilung und Pflege. Der Friedhof bleibt ein Ort des Gedenkens.
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