Palácio das Sereias
Der Palácio das Sereias, auch Palácio da Bandeirinha genannt, gehört zu Portos markanten Bauwerken mit geschichtlichen Schichten. Zwei große Sirenenfiguren stehen direkt an seinem Eingang.
Die Familie Portocarrero ließ den Palast Mitte des 18. Jahrhunderts als noble Residenz errichten. Die Familie der Portocarreros stammte ursprünglich aus Asturien.
Das Gebäude entstand in einem Gebiet des alten jüdischen Viertels von Porto und bewahrt Spuren adeliger Architektur. Die Sirenen an der Fassade erklären den volkstümlichen Namen des Palasts.
Im Jahr 1809 verließ die Familie den Palast nach der Tötung eines Portocarrero-Sohns während der französischen Invasionen in Porto. Danach blieb das Haus über ein Jahrhundert geschlossen.
1955 wurde das Anwesen an das Instituto das Filhas da Caridade, das Institut der Töchter der Nächstenliebe, verkauft. Dort entstand die Casa Madalena de Canossa als religiöse und pädagogische Einrichtung.
Die Casa verbindet religiöse Arbeit mit Betreuung und Bildung für Kinder. Ihre Geschichte steht für den Wandel eines privaten Adelshauses zu einem Ort sozialer Fürsorge.
Vom Palácio das Sereias führt damit eine Verbindung von Portocarrero, Porto und der Canossianischen Gemeinschaft bis in die Gegenwart. Der Palast bewahrt an seiner Fassade die sichtbaren Zeichen dieser wechselnden Nutzungen.
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