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Kaiserin-Elisabeth-Brücke

Die Kaiserin-Elisabeth-Brücke ist eine Eisenbahnbrücke in Passau und überspannt den Inn auf 201 Metern. Ihr Name erinnert an Kaiserin Elisabeth von Österreich, die oft Sisi genannt wird. Joseph Anton von Maffei errichtete die Brücke zwischen 1860 und 1861 für die Bayerische Ostbahn. Damit entstand Passaus erste Eisenbahnbrücke über den Inn.

Die ursprüngliche eingleisige Konstruktion bestand aus einem schmiedeeisernen Fachwerkträger und vier dekorativen Ecktürmen. Nur ein Turm erinnert an die frühere Gestaltung. Ufernahe Pfeiler hielten Strömung, Treibgut und Eis fern und ließen Schifffahrt sowie Holzflößen freien Raum. Fünf Segmentbögen verbanden das linke Ufer mit dem Tunnel. Am 30. April 1945 sprengte deutsches Militär die Brücke. Der Wiederaufbau stärkte die Versorgungslinien der vorrückenden US-Truppen. Die neue Konstruktion ersetzte den ursprünglichen Fachwerkträger durch eine 96 Meter lange Stahlbehelfsbrücke.

Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz und verbindet Bayern mit Österreich auf der Wels-Passau-Strecke. Weitere Lärmschutzmaßnahmen kamen zwischen 2011 und 2014 hinzu. Die Brücke liegt zwischen der Universität und dem Stadtteil Voglau und gehört zu drei Eisenbahnbrücken am Inn bei Passau. Ein Aquarell von Albert Emil Kirchner hielt ihr historisches Erscheinungsbild fest.

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