Kunstpavillon
Der Kunstpavillon steht im Alten Botanischen Garten Münchens und gehört zum Kunstareal mit seinen Museen und Galerien. Der Bau verbindet Architektur mit einem Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst und ist barrierefrei zugänglich.
Oswald Bieber errichtete ihn zwischen 1935 und 1937 als Atelier für den Bildhauer Josef Thorak. Damit ersetzte er den Glaspalast, der 1931 bei einem Brand zerstört worden war. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag der Pavillon in Trümmern und wurde zum Treffpunkt von Schwarzmarkthändlern. Zwischen 1948 und 1950 bauten Münchner Künstler ihn unter Hannes König wieder auf. Lotterien und Spenden finanzierten die Arbeiten, die aus einem Bau der NS-Zeit einen Raum für die Kunstszene machten.
Der Schutzverband der bildenden Künstler nutzt die Räume seither allein. 1960 und 1961 zeigte dort die Gruppe SPUR ihre Arbeiten, während sich das Programm später für internationale Künstler öffnete. Hannes König widmete sich außerdem dem Valentin-Museum, das in den frühen Sechzigerjahren entstand. Konrad Hetz prägte in den späten Achtzigerjahren die Öffnung für lokale und internationale Positionen. Die Geschichte des Ortes reicht damit vom Atelier über Ruinen und Wiederaufbau bis zur zeitgenössischen Ausstellung.
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