Santa Maria alla Fontana
Santa Maria alla Fontana steht im Mailänder Isola-Viertel und verbindet Renaissancearchitektur mit einer langen Geschichte rund um eine Quelle. Die quadratische Kapelle besitzt eine reich freskierte Gewölbedecke aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Friedliche Kreuzgänge ergänzen den sakralen Bau zwischen historischen und modernen Straßenbildern des Viertels.
1507 gab Charles II. d’Amboise den Bau nach einer Heilung durch das Quellwasser in Auftrag. Ein Vertrag von 1508 weist Giovanni Antonio Amadeo als Architekten aus, obwohl man den Entwurf zunächst Leonardo da Vinci und Bramante zuschrieb. Das zentrale Sacellum erinnert an ein römisches Dampfbad. Sein in zwölf Felder gegliedertes Gewölbe zeigt die zwölf Apostel, während Fresken der Schule Bernardino Luinis die Innenräume prägen.
Das Wasser galt einst als Heilmittel gegen Gelenkbeschwerden, bis ein Fabrikbrand im 19. Jahrhundert die Quelle verunreinigte. Heute speist der städtische Aquädukt den Brunnen, der dadurch seine ursprüngliche Funktion sichtbar weiterträgt. 1922 gestalteten Griffini und Mezzanotte die obere Kirche neu, während das zentrale Sacellum seine zwölfteilige Aposteldarstellung bewahrt.
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