Carlton House
Carlton House lag im Zentrum Londons und diente Georg IV. von 1783 bis 1826 als königliche Residenz. Heute erinnert die Carlton House Terrace an den Ort des verschwundenen Gebäudes. Seine Räume verbanden eine große Eingangshalle, ein achteckiges Vestibül und eine prachtvolle Haupttreppe. Dahinter folgten Prunkräume wie der Thronsaal, der Crimson Drawing Room und das Circular Room.
Henry Holland begann den umfangreichen Umbau, später arbeiteten auch Thomas Hopper, James Wyatt und John Nash daran. Georg IV. ließ wiederholt neu dekorieren, wodurch geschnitzte, vergoldete Türen, schwere Wandbehänge und ein gotisches Gewächshaus entstanden. Nach seiner Ernennung zum Prinzregenten im Jahr 1811 fanden hier politische und gesellschaftliche Zusammenkünfte statt. Die Bibliothek bewahrte gotische Eichenholzregale und verborgene Federmechanismen für Karten. 1826 entfernte man die Ausstattung, verwendete vieles in anderen königlichen Residenzen weiter und riss das Haus ab. An den früheren Innenraum erinnert besonders die Verbindung aus klassischer Symmetrie, chinesischen Einflüssen und üppiger Dekoration.
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