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Kirche des Hlg. Johannes von Kronstadt zu Hamburg

Die Kirche des Hlg. Johannes von Kronstadt zu Hamburg steht im Hamburger Stadtteil St. Pauli und ist eine russisch-orthodoxe Kirche. Ihr achteckiger Turm ragt über kapellenartigen Anbauten und Querhäusern auf. Kapellenartige Erweiterungen und Querhäuser umgeben den zentralen Bau und prägen seine ungewöhnliche Silhouette.

Der Architekt Fernando Lorenzen entwarf den Bau 1906 als evangelisch-lutherische Gnadenkirche nach dem Wiesbadener Programm. Dabei verband er neoromanische, rheinisch-staufische Formen mit Anklängen an romanische und gotische Sakralarchitektur. Der Innenraum bildet ein Achteck mit elliptischem Grundriss und richtet den Blick auf den Kanzelaltar. Kriegsschäden machten das Gebäude im Zweiten Weltkrieg bis 1947 unbenutzbar. Die russisch-orthodoxe Kirche übernahm es 2004 und weihte es 2007 unter diesem Namen. Für den byzantinischen Ritus verlegte man die Bänke an die Wände und die Kanzel neben die Ikonostase. Orthodoxe Kreuze ergänzen die Türme, während der übrige Außenbau weitgehend unverändert blieb.

Besonders auffällig sind Ikonen auf Stein, eine in Europa seltene Technik zeitgenössischer sakraler Kunst. Die Ikonostase zeigt Heilige aus dem deutschen Kulturraum, die in Ost- und Westeuropa verehrt werden. Zum Ensemble gehören außerdem ein Friedhof und eine Filialkirche in Bahrenfeld für Bestattungen und andere religiöse Veranstaltungen.

Stadt
Hamburg
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