Karl Klaar
Karl Klaar erinnert in Erfurt an einen jüdischen Unternehmer und an die Verbrechen des Nationalsozialismus. Ein Stolperstein liegt vor Trommsdorffstraße 5.
Karl Klaar wurde am 10. Juli 1890 in Lengsfeld geboren und wuchs in einer jüdischen Familie auf. In Erfurt wurde er Miteigentümer der Tapisserie-Manufaktur Klaar und Schloss. 1935 stufte die NSDAP das Textilunternehmen als „nicht arisch“ ein. 1936 nahmen die Nationalsozialisten ihm den Betrieb gewaltsam weg. Danach verschlechterte sich seine Gesundheit, und mehrere psychiatrische Einrichtungen nahmen ihn auf. Als jüdischer Patient war er der nationalsozialistischen Verfolgung besonders schutzlos ausgeliefert.
Am 28. November 1940 ermordeten ihn die Täter im Bernburger Euthanasiezentrum. Der Stolperstein markiert seinen letzten Wohn- und Geschäftssitz in Erfurt.
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