Johannesturm
Der Johannesturm steht in Erfurt als gotischer Turmrest der ehemaligen Kirche St. Johannes der Täufer. Heute trägt der erhaltene Bau die Glocken des nahe gelegenen Augustinerklosters. Neben dem Turm stehen Modellwohnblöcke aus den 1980er-Jahren, die modernes Wohnen in der DDR zeigen sollten.
Urkunden erwähnen die Kirche erstmals 1131 und 1217. Das letzte Kirchengebäude entstand zwischen 1469 und 1486 nach Plänen des Architekten Johann Gregorius. Johann Gregorius entwarf den Bau im gotischen Stil. Mit der Reformation endete 1525 die Nutzung als Gotteshaus. Danach wechselte das Gebäude seine Funktion und wurde unter anderem zum Militärdepot.
1736 und 1759 diente die säkularisierte Kirche als Militärdepot. Die französischen Besatzer nutzten sie 1811 erneut für diesen Zweck. Zwischen 1817 und 1819 wurde das Kirchengebäude abgetragen, während der Turm erhalten blieb. Heute verbindet der Glockenturm mittelalterliche Baugeschichte mit den Wohnexperimenten der DDR-Zeit. Besonders auffällig stehen links die nicht allzu hohen Modellhochhäuser aus den 1980er-Jahren.
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