Defensionskaserne
Die Defensionskaserne steht auf dem Petersberg in Erfurt und bildet das größte Gebäude des Hügels. Die ehemalige Militärkaserne entstand zwischen 1828 und 1831 als Teil der preußischen Festungsanlage. Ihre monumentale Fassade im preußischen Klassizismus zeigt drei große Rundbogenportale.
Als Artilleriestellung begrenzte sie den Blick vom Norden auf das obere Plateau und teilte die Festung. Das Gebäude misst etwa 167 Meter Länge und 18,8 Meter Tiefe. Auf der Stadtseite besitzt es zwei, auf der Feldseite drei Geschosse. Über zwei Meter starke Mauern und besonders kräftige Giebel schützten ursprünglich rund 500 Soldaten. Später ersetzte ein neobarockes Mansarddach die frühere Dachform und erhöhte die Kapazität auf 750 Soldaten. Nach dem Verlust seiner militärischen Bedeutung diente der Bau als Lager, Wohngebäude, Polizeiquartier und zeitweise als Durchgangslager für Vertriebene.
Seit etwa 2000 steht der unter Denkmalschutz stehende Bau leer und wird schrittweise restauriert. Pläne für Museen, kreative Branchen, Gastronomie, Kultur und Medien zeigen seine mögliche neue Nutzung. Besonders eindrucksvoll bleiben die dicken Querwände, die Innenräume einst in einzelne verteidigbare Abschnitte gliederten.
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