Jan-Wellem-Kapelle
Die Jan-Wellem-Kapelle steht im Düsseldorfer Stadtteil Hamm und zeigt sich als Renaissancebau mit religiöser Geschichte. Unter dem Namen Kreuzkapelle war sie einst Ziel einer besonderen Wallfahrt.
Philipp Wilhelm ließ sie 1658 aus Dankbarkeit für die Geburt seines Sohnes Johann Wilhelm errichten. Die Bauarbeiten an der Kapelle endeten im Jahr 1660. Die Strecke zwischen dem Düsseldorfer Residenzschloss und diesem Ort sollte den Weg von Pontius Pilatus’ Richterhaus nach Golgotha symbolisieren. Damit verband sich die Architektur mit der Betrachtung der Passion Christi.
Bis zur Säkularisation hielten Jesuiten hier Gottesdienste ab. Eine Renovierung erfolgte 1990, während die liturgische Nutzung später mehrfach wechselte. Seit 1958 diente der Bau der orthodoxen Gemeinde der Heiligen Erzengel als Kirche. Nach deren Umzug in eine größere Kirche im Jahr 2008 übernahm die georgisch-orthodoxe Gemeinde des heiligen Antimos von Iveria die Nutzung. Regelmäßige Gottesdienste bewahren dort bis heute die Verbindung zwischen Düsseldorfer Geschichte und georgischer Orthodoxie.
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