Óbudai királyi vár
Unter deinen Füßen liegt das Óbudai királyi vár, ein mittelalterlicher Königssitz im ungarischen Óbuda. Im frühen 13. Jahrhundert entstand dort eine quadratische Festung mit sechzig Metern Seitenlänge. Breite Gräben, doppelte Mauern, ein prächtiges Tor und eine Brücke schützten den Zugang zum Hof.
König Béla IV. nutzte die Anlage regelmäßig als Residenz und hielt dort wichtige königliche Ereignisse ab. Später übernahm Königin Elisabeth das Schloss und vergrößerte seine Kapelle. Sie ließ Marmortore, einen Säulengang und eine Fußbodenheizung nach römischem Vorbild einbauen. Über Jahrhunderte blieb es ein bevorzugter Wohnort ungarischer Königinnen, bis ins frühe 16. Jahrhundert.
Die Türkenzeit brachte Zerstörung und Plünderung, während spätere Bauten viele Steine wiederverwendeten oder verbargen. Heute zeigen sich die Reste nur an wenigen Stellen, etwa in den Kellern der reformierten Kirche. Die Grundform lebt dennoch im Stadtwappen weiter, während unter Straßen und Gebäuden einzelne Spuren liegen.
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