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Sankt Ansgarii

Sankt Ansgarii liegt in Bremen am Ansgarikirchhof, wo heute eine Säule an die zerstörte Kirche erinnert. Ursprünglich steht hier eine mittelalterliche Backsteinkirche mit einem westlichen Hauptturm.

Um 850 gründet Erzbischof Ansgar eine Stiftung für zwölf Geistliche, später errichtet Hartwig II. ein Kollegiatstift mit zwölf Kanonikern. Die 1243 geweihte Basilika wird im späten vierzehnten Jahrhundert zur Hallenkirche umgebaut. Nach einem Brand im Jahr 1590 erreicht der Turm eine Höhe von etwa 97 Metern. Eine Predigt Heinrich von Zütphens markiert 1522 den Beginn der Reformation in Bremen. Der höchste Turm der Stadt dient 1797 als Bezugspunkt für die erste Bremer Landvermessung und 1824 für Gauß’ Triangulation.

Im Zweiten Weltkrieg stürzt der Hauptturm 1944 ein, danach verschwinden die Ruinen in den fünfziger Jahren. An ihrer Stelle entsteht der Stadtblock Bremer Carreé, während zwischen 1955 und 1957 eine neue Kirche in Schwachhausen gebaut wird. Kanzel und steinerne Epitaphe aus dem mittelalterlichen Bau bleiben dort erhalten. Die 1965 aufgestellte Ansgarsäule verbindet den Platz mit Ansgars Tod und dem Verlust der Kirche.

Stadt
Bremen
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