Palais Podewils
Das Palais Podewils steht im Berliner Klosterviertel als dreigeschossiges, verputztes Barockpalais mit neun Fassadenachsen. Genutete Pilaster, ein Mittelrisalit und ein Rundbogenportal bestimmen die symmetrische Hauptfassade. Über dem Portal öffnet sich ein Balkon, während eine doppelläufige Treppe zum Eingang hinaufführt.
Jean de Bodt entwarf den Bau, den Hofrat Rademacher zwischen 1701 und 1704 errichten ließ. 1732 erwarb Heinrich Graf von Podewils das Palais und ließ Stuckdecken sowie Wandmalereien in den Innenräumen anbringen. Im Zweiten Weltkrieg wurde es fast vollständig zerstört und zwischen 1952 und 1954 wiederaufgebaut. Die rekonstruierte Fassade bewahrt den barocken Eindruck, während Stahlbeton das Innere für neue Nutzungen prägt.
Nach dem Brand von 1966 erhielt das historische Dach eine erneute Rekonstruktion. Von 1959 bis 1991 fanden im Haus der jungen Talente kulturelle Jugendaktivitäten statt. Seit der Wiedereröffnung als Podewil 1992 dienen die Räume Musik, Theater, Literatur, Konzerten und Ausstellungen. Am zentralen Eingang steht eine kunstvoll gestaltete Gedenktafel.
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