San Giovanni Battista
San Giovanni Battista steht in Italien auf dem Standort dreier frühchristlicher Basiliken aus dem vierten Jahrhundert. Helle Steinplatten verleihen der Fassade eine kühle, beinahe leuchtende Wirkung. Drei Türen öffnen den Zugang zu einem Kirchenraum mit klarer Renaissance-Geometrie.
Kardinal Domenico della Rovere ließ die heutige Gestalt zwischen 1491 und 1498 von Amedeo da Settignano errichten. Ein Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes ordnet das Innere. Kräftige Pfeiler trennen das Mittelschiff von zwei Seitenschiffen, während ein achteckiger Turm über der Vierung aufragt. An den Seitenwänden liegen sechseckige und halbrunde Kapellen in der dicken Mauer.
Den Mittelpunkt bildet die Kapelle des Heiligen Tuchs, die Guarino Guarini im späten siebzehnten Jahrhundert gestaltete. Massive Bögen tragen dort ein durchbrochenes, kegelförmiges Gewölbe aus übereinanderliegenden Rippen. Eine Kuppel lenkt das Licht in einem markanten Kegel nach unten, während die Reliquie seit vier Jahrhunderten hier aufbewahrt wird. An der Basis stehen Grabdenkmäler für Vorfahren des Hauses Savoyen aus dem neunzehnten Jahrhundert. Der Blick in die verschachtelte Wölbung erinnert an eine aus Stein gebaute Laterne.
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