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Heilig-Kreuz-Münster

Das Heilig-Kreuz-Münster, auch Gmünder Münster genannt, steht als große gotische Hallenkirche. Langhaus und Seitenschiffe erreichen fast dieselbe Höhe. Dadurch öffnet sich im Inneren ein zusammenhängender Raum, der zu den frühen großen Hallenkirchen Süddeutschlands gehört. Der Bau begann um das Jahr 1320.

Das Langhaus war um 1341 fertig, während der Chor ab 1351 unter dem Einfluss der Parler entstand. Heinrich Parler prägte den Bau, später führte Johann Parler die Arbeiten weiter. Im Jahr 1497 stürzten die beiden romanischen Türme des Vorgängerbaus ein. Die Türme wurden nicht wiederaufgebaut, ihre Standorte nahmen später eine Kapelle und eine Sakristei ein. Massives Mauerwerk prägt das Langhaus, während andere Bereiche leichtere Strukturen und große Fenster zeigen. Ein zwölfeckiger Chorschluss und zweiundzwanzig Säulen bestimmen den Innenraum. Das kunstvolle Netzgewölbe lenkt den Blick zu geschnitzten Schlusssteinen.

Die Portale erzählen aus Stein von Christi Geburt, Marias Tod und Krönung, Passion und Jüngstem Gericht. Im Inneren bewahrt der Sebaldusaltar Tafelbilder aus der Werkstatt Albrecht Dürers. Eine Heiliges-Grab-Gruppe aus der Parler-Werkstatt zeigt Engel, drei Frauen und sitzende Wächter. Das Münster verbindet Hochgotik, Spätgotik, Renaissance, Barock und moderne Denkmalpflege. Die Münsterbauhütte gehört seit 2020 zu den UNESCO-Beispielen guter Praxis für traditionelle Bauhandwerke.

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Schwäbisch Gmünd
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