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Muschelgrotte

Die Muschelgrotte steht im Neuen Garten von Potsdam und zählt zu den eigenständigen Grottenarchitekturen. Friedrich Wilhelm II. gab ihren Bau in Auftrag. Andreas Ludwig Krüger und sein Sohn Friedrich Ludwig Carl Krüger gestalteten sie nach dem Vorbild einer Grotte in Oranienburg. Die Außenhaut lässt die Muschelgrotte wie gewachsenes Naturgestein wirken. Raseneisenstein aus Golzow, Kalktuff, Gipsstein, Schlacke und Schmolz erzeugen diese künstliche Landschaft aus unterschiedlichen Oberflächen. Im Inneren liegen drei kunstvoll verzierte Räume. Constantin Philipp Georg Sartori verband farbigen Glimmer, grünen Serpentin, blaues und rotes Glas, Muscheln und Schnecken. Der zentrale Saal besitzt eine ovale, offene Kuppel. Eine Balustrade mit Vögeln und Schilf säumt den Rand, während ein Adler mit Band über der Mitte schwebt. Mehrere französische Türen weisen nach Nordosten zum Jungfernsee. Die ursprüngliche Nutzung umfasst Teegesellschaften und Mahlzeiten in einem verborgenen Rückzugsort. Eine kleine Küche gehört zu diesem Konzept. Die Borkenküche steht südwestlich der Grotte. Ihr kreisförmiger Holzbau trägt Eichenrinde, ein Reetdach und einen schmiedeeisernen Kamin mit Eule. Schrittweise Restaurierungsarbeiten machen ihre ursprüngliche Gestaltung wieder sichtbar. An Wänden, Gewölben und Spiegeln zeigen sich Reste der einst reichen Ausstattung. Ihre Materialien erzählen von höfischer Fantasie und sorgfältiger Raumgestaltung.

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Potsdam
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