Igreja de Santa Clara
Die Igreja de Santa Clara in Porto entstand im fünfzehnten Jahrhundert als Teil eines Klarissenklosters. Ihre schlichte Steinfassade zeigt nur wenige äußere Schmuckelemente. Im Inneren bedecken vergoldete Holzschnitzereien aus dem achtzehnten Jahrhundert Wände, Decken und Altäre mit barocken Formen. Das Gold fängt das Licht. Die portugiesische talha dourada verbindet geschnitztes Holz, Blattgold, Engel, Blumenmotive und kunstvolle Säulen zu einer dichten Oberfläche. Der Innenraum wirkt dadurch größer, als es die kleine Kirche vermuten lässt. Die Kirche folgt einem einschiffigen Grundriss mit Seitenkapellen und einem Hauptaltar am Ende. Eine Galerie im zweiten Stock eröffnet einen Blick über das Kirchenschiff und die vergoldete Ausstattung. Von dort wirken die Schnitzereien noch umfassender. Die gotische Bausubstanz und die barocke Ausstattung verbinden verschiedene Epochen in einem vergleichsweise kleinen Raum. Auch die Decke trägt geschnitzte Holztafeln. Eine Restaurierung zwischen 2016 und 2021 reinigte und stabilisierte das vergoldete Holz. Dabei entfernten Fachleute Staub und alte Lackschichten. Die Arbeiten behandelten außerdem Schäden an einzelnen Holztafeln und Statuen, die durch Zeit und Termiten entstanden waren. Die Kirche gehört zum historischen Zentrum Portos, das als UNESCO-Welterbe anerkannt ist. Ihre Geschichte bewahrt die Verbindung zu den Klarissen und zur religiösen Architektur Portos. Kunst, Geschichte und Glaube treffen sich hier sichtbar in Holz, Gold und Stein.
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